{"id":10009,"date":"2019-07-24T21:29:02","date_gmt":"2019-07-24T19:29:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/?p=10009"},"modified":"2019-09-10T10:28:26","modified_gmt":"2019-09-10T08:28:26","slug":"schulleiter-hanspeter-gaal-wird-verabschiedet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/?p=10009","title":{"rendered":"Schulleiter Hanspeter Gaal wird verabschiedet"},"content":{"rendered":"<h4>Eine \u00c4ra geht zu Ende &#8211; 42 Jahre im Schuldienst &#8211; 29 Jahre am JKG &#8211; 9 Jahre als Oberstudiendirektor<\/h4>\n<div class=\"col-md-12\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"col-md-5 bootstrapfloat\">\n      <a href=\"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/wordpress\/inhalte\/uploads\/2019\/07\/HPSpalier14a.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img decoding=\"async\" class=\"img-responsive\" src=\"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/wordpress\/inhalte\/uploads\/2019\/07\/HPSpalier14a.jpg\" alt=\"Verabschiedung Hanspeter Gaal Spalier\" \/><\/a>\n    <\/div>\n<p>Bereits am 15. Juli fand die offizielle Verabschiedung des scheidenden Schulleiters Hanspeter Gaal statt. Abteilungspr\u00e4sidentin Anja Bauer und Oberb\u00fcrgermeisterin Cornelia Petzold-Schick w\u00fcrdigten von offizieller Seite seine Verdienste. Am letzten Schultag wurde er von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern, von Lehrerinnen und Lehrern und von Eltern verabschiedet.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><\/br><\/p>\n<hr>\n<h3>Verabschiedung vom Kollegium am 26. Juli 2019<\/h3>\n<p>\u201eDieses Mal geht kein \u201enormales\u201c Schuljahr zu Ende, sondern das letzte Schuljahr von Hanspeter Gaal,\u201c formulierte die erweiterte Schulleitung im letzten Newsletter des zu Ende gehenden Schuljahres. \u201eEr war ein Schulleiter, der viele Weichen neu gestellt und viele Dinge in Gang gebracht hat. Seine stets offene T\u00fcr und das aufmerksame Ohr machten ihn uns nicht nur in seiner Rolle als f\u00fcrsorglichen Schulleiter, sondern ebenso als Mensch auf Augenh\u00f6he erlebbar.\u201c<\/p>\n<p>Im Rahmen des Schulgottesdienstes sprachen ihm die Religionslehrerinnen und Religionslehrer den Segen zu und gaben ihm viele gute W\u00fcnsche mit auf den weiteren Lebensweg. Sie gingen mit ihm \u00fcber eine Schwelle. Und auf der anderen Seite warteten sch\u00f6n einige Pension\u00e4re auf ihn. Das Lied \u201eGeh\u2018 unter der Gnade, geh\u2018 mit Gottes Segen!\u201c schloss den Gottesdienst ab.<\/p>\n<p>Danach ging Hanspeter Gaal durch ein Spalier aller Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, der Lehrkr\u00e4fte und vieler Eltern zur Schule, durch die beiden Schulh\u00f6fe und schlie\u00dflich in sein B\u00fcro. Sie verabschiedeten ihren Schulleiter mit viel Applaus, und die Vertreterin des Elternbeirats und der Sch\u00fclersprecher \u00fcberreichten ein Geschenk.<\/p>\n<p>Bei der Schuljahresabschlussfeier verabschiedeten sich die Lehrkr\u00e4fte: Die Fachschaften Biologie und Geographie sangen ein Lied \u00fcber \u201eEin(en) Mann, der sich Hanspeter nannt\u2018\u201c, der \u00d6rtliche Personalrat beschrieb die Erlebnisse an der \u201eHaltestelle Moltkestelle\u201c \u2013 in Anlehnung an den bekennenden Eisenbahnfan Hanspeter Gaal. Als Geschenk erhielt er eine Lokfahrt auf einer Dampflok, die er selber steuern darf!<\/p>\n<p>\u201eDein Leben am JKG glich oftmals einem Drahtseilakt, und es fiel dir sicher nicht immer leicht, st\u00e4ndig das Gleichgewicht zu bewahren. Wir w\u00fcnschen dir das Festhalten an deinem Mut, trotz Schwindelgef\u00fchl auch weiterhin schwankende Br\u00fccken zu betreten, die dich und deine Lieben zu neuen Ufern bringen. Und wir w\u00fcnschen dir, dass du auch nach aufregenden und st\u00fcrmischen Fahrten durch dein Leben stets wieder den ruhigen Hafen findest \u2013 am besten mit einem sch\u00f6nen Sonnenuntergang.\u201c<\/p>\n<p>Text: Wip (Juli 2019)<\/p>\n<p><\/br><\/p>\n<hr>\n<h3>Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des JKG verabschieden sich von ihrem Schulleiter (Video)<\/h3>\n<div align=\"center\" class=\"embed-responsive embed-responsive-16by9\">\n    <video class=\"embed-responsive-item\" controls><source src=\"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/wordpress\/inhalte\/uploads\/2019\/07\/Verabschiedung_Gaal.m4v\" type=\"video\/mp4\"><\/video>\n<\/div>\n<p><em>Video: Ke<\/em><\/p>\n<p><\/br><\/p>\n<hr>\n<h3>Offizielle Verabschiedung am 15. Juli 2019<\/h3>\n<div class=\"col-md-12\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"col-md-5 bootstrapfloat\">\n      <a href=\"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/wordpress\/inhalte\/uploads\/2019\/07\/k-Anja-Bauer-\u00fcberreicht-Verabschiedungsurkunde.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-1\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img decoding=\"async\" class=\"img-responsive\" src=\"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/wordpress\/inhalte\/uploads\/2019\/07\/k-Anja-Bauer-\u00fcberreicht-Verabschiedungsurkunde.jpg\" alt=\"Verabschiedung Hanspeter Gaal - 1\" \/><\/a>\n    <\/div>\n<p>\u201eDas kannst Du doch nicht machen!\u201c waren die ersten Worte von Hanspeter Gaal, nachdem die Stimmen des Oberstufenchors verklungen waren. Und alle diejenigen, die dies nicht als Zitat von Frau Gaal erkannten, stimmten ihm laut und unh\u00f6rbar zu: Einfach aufzuh\u00f6ren und nicht mehr Mr. JKG zu sein, nicht mehr als Kapit\u00e4n des Schweren Kreuzers JKG mit ruhiger Hand einen beweglichen aber doch geradlinigen Kurs zu halten, das ist ein Gedanke, an den sich niemand so leicht gew\u00f6hnen m\u00f6chte. <\/p>\n<p>Gemeint mit diesem Zitat war allerdings der urspr\u00fcngliche und so typische, Gedanke, kein gro\u00dfes Gewese um seine Person zu machen und sich in aller Stille aus seinem Amt zu verabschieden. \u201eDer Unterschied zwischen einer Verabschiedung und einer Beerdigung ist, dass in letzterem Fall die Hauptperson meist nicht das letzte Wort hat.\u201c, werden die abschlie\u00dfenden Worte des nunmehr ehemaligen Schulleiters des JKG nach 72 Minuten sein und in ihnen klingt der Humor mit, der dazu beigetragen hat, aus dem Oberstudiendirektor immer auch den Menschen Hanspeter Gaal zu machen. Und f\u00fcr den Menschen Gaal, den \u201eKommunikator\u201c Gaal fand sich eine gro\u00dfe Zahl von G\u00e4sten nicht nur aus dem Bereich der Schule und der Kommune, sondern auch aus der Politik, der Wirtschaft und Gesellschaft ein, die ihm danken und ein nunmehr unbeschwerteres, aber sicherlich nicht langweiligeres Leben w\u00fcnschen wollten.<\/p>\n<p>Die Abteilungspr\u00e4sidentin der Abteilung 7 des Regierungspr\u00e4sidiums, Frau Anja Bauer, in Karlsruhe hielt die erste der beiden Laudationes, auf die er die Veranstaltung beschr\u00e4nkt hatte: Ein verl\u00e4sslicher Partner, ein gesch\u00e4tzter Gespr\u00e4chspartner und immer offen f\u00fcr ein Gespr\u00e4ch war Hanspeter Gaal f\u00fcr \u201edas Amt\u201c. In 29 Jahren am JKG, 9 davon als dessen Leiter, vertrat Hanspeter Gaal die Interessen seiner Schule, aber war auch immer offen f\u00fcr Vorschl\u00e4ge und Anregungen, bereit, auch schwierige Situation kreativ zu l\u00f6sen, um die Freiheiten seiner Schule zu sch\u00fctzen und Zw\u00e4nge der Kultuspolitik in sinnvolle Kan\u00e4le zu leiten. Loyalit\u00e4t und Eigeninitiative, gegenseitiges Vertrauen und Verl\u00e4sslichkeit, R\u00fcckgrat und Kreativit\u00e4t zeichneten die Zusammenarbeit mit Hanspeter Gaal aus. Der Schulhund Joko, der leider schon fr\u00fcher gen St-Peter-Ording in den Ruhestand gegangen ist und sich dort (biologisch inkorrekt) pudelwohl f\u00fchlt, fand ebenso Erw\u00e4hnung wie die Reisepl\u00e4ne des zu Feiernden, der, weniger dauerhaft, die Antarktis als n\u00e4chstes Ziel vor Augen hat. <\/p>\n<p>Immer das Ziel des Neubaus vor Augen gehabt zu haben, bescheinigte dann auch Frau Oberb\u00fcrgermeisterin Petzold-Schick in ihrer Laudatio Herrn Gaal. Und auch wenn dies bei der Trauerfeier f\u00fcr Herrn Dr. Apfel, seinen Vorg\u00e4nger, schon zugesagt worden war, so war bei aller Zielstrebigkeit Hanspeter Gaal auch immer Realist genug, anzuerkennen, dass ein solches Gro\u00dfprojekt den kleineren Zw\u00e4ngen im kommunalen Alltag immer wieder hintangestellt wurde. Und der Realist und Pragmatiker verfolgte unabh\u00e4ngig davon eine ebenso enge wir gute Zusammenarbeit in den vielen anderen Bereichen, die das Zusammenleben zwischen Schule und Kommune erfordert.<\/p>\n<p>Hanspeter Gaal hat das JKG gegen\u00fcber der Stadt Bruchsal ge\u00f6ffnet, die Zusammenarbeit mit allen anderen Bildungseinrichtungen gef\u00f6rdert, die Partnerschaften mit den Betrieben in der Stadt unterst\u00fctzt, die Kooperation mit dem Landkreis und der Stadt z.B. im Zusammenhang mit den Kontakten nach Brasilien und Israel aufgegriffen und intensiv gef\u00f6rdert. Der Geograph Gaal hatte auch als Schulleiter immer einen Blick auf die Welt, der Mensch Gaal war (und ist) immer neugierig auf Menschen und neue Erfahrungen. Er hinterl\u00e4sst ein buntes JKG, nicht nur, weil die Betonverstrebungen in den G\u00e4ngen langsam hinter einer sch\u00f6nen Deckenverkleidung verschwinden und neue Brandschutzt\u00fcren wieder die M\u00f6glichkeit geben, Bilder und Vitrinen in den Fluren aufzuh\u00e4ngen, sondern weil sich die bunt zusammengew\u00fcrfelte JKG-Gemeinde zu einer aktiven und attraktiven Gemeinschaft entwickelt hat, ohne Scheuklappen oder Abgrenzungsbed\u00fcrfnis. <\/p>\n<p>Ein drittes Gru\u00dfwort war am Morgen des 15. Juli noch per Mail gekommen und \u00fcberraschte den vorbereitenden Informatiker dadurch, dass man den Dateinamen der Videobotschaft nur von rechts nach links, also in Schreibrichtung l\u00f6schen konnte. Und der Dateiname musste ge\u00e4ndert werden, da er in Ivrit, d.h. modernem Hebr\u00e4isch, verfasst war. In der Nachricht an \u201eSt. Peter\u201c wurde von der Koordinatorin f\u00fcr den Deutsch-Israelischen Sch\u00fcleraustausch Hedva Epstein die R\u00fcckkehr, zwar nicht an den See Genezareth aber doch in die N\u00e4he von Tel Aviv, nach Hakfar Hayarok, dem \u201eGr\u00fcnen Dorf\u201c, angeboten, wo er jederzeit willkommen sei.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<p>In seinen abschlie\u00dfenden Worten betonte Hanspeter Gaal nach zwei mitrei\u00dfenden Songs der Big Band, die sch\u00f6nen Erfahrungen aus seiner Zeit bewahren zu wollen. Wie bei den Gesichtsmuskeln es die geringste Zahl der aktiven Muskeln ben\u00f6tigt, ist auch bei den Erinnerungen das L\u00e4cheln die entspannteste Haltung. Es mag sein, dass gelegentlich Freundlichkeit, Offenheit und Vertrauen falsch verstanden wurden, aber letztlich ist dies die Grundlage f\u00fcr eine Gemeinschaft. Und von daher ist es gut, dass dies eine Verabschiedung war, bei der die Hauptperson mit eben diesen Worten das letzte Wort hatte. <\/p>\n<p><em>Text: Stefan Hanke<\/em><\/p>\n<p><\/br><\/p>\n<hr>\n<h3>Ansprache von Hanspeter Gaal bei seiner offiziellen Verabschiedung am 15. Juli 2019<\/h3>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte G\u00e4ste!<\/p>\n<div class=\"col-md-12\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"col-md-5 bootstrapfloat\">\n      <a href=\"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/wordpress\/inhalte\/uploads\/2019\/07\/k-Cornelia-Petzold-Schick-\u00fcberreicht-Abschiedsgeschenk.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-2\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img decoding=\"async\" class=\"img-responsive\" src=\"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/wordpress\/inhalte\/uploads\/2019\/07\/k-Cornelia-Petzold-Schick-\u00fcberreicht-Abschiedsgeschenk.jpg\" alt=\"Verabschiedung Hanspeter Gaal - 2\" \/><\/a>\n    <\/div>\n<p>Der langj\u00e4hrige Kreistagskollege und B\u00fcrgermeister von Graben-Neudorf, Hans-Dirk Reinwald, wurde zum Oberb\u00fcrgermeister von Leimen gew\u00e4hlt. Er sagte bei seiner Verabschiedung, dass der Unterschied zwischen einer Verabschiedung und einer Beerdigung die Tatsache sei, dass bei einer Verabschiedung \u201edie Leich\u2018\u201c auch noch etwas sagen darf. Und deswegen darf ich jetzt zu Ihnen sprechen.<\/p>\n<p>&#8222;Das Ged\u00e4chtnis ist der Schatzmeister und H\u00fcter aller Dinge&#8220;, schrieb schon Cicero. Und Luis Bu\u00f1uel sagte: &#8222;Man muss beginnen, sein Ged\u00e4chtnis zu verlieren \u2013 wenn auch nur in Teilen \u2013 um zu erkennen, dass das Ged\u00e4chtnis alles ist, was unser Leben ausmacht. Unser Ged\u00e4chtnis ist unser Zusammenhalt, unser Verstand, unser Gef\u00fchl, sogar unsere Handlung. Ohne es sind wir nichts.&#8220;<\/p>\n<p>Augustinus hat schon vor 1500 Jahren \u00fcber die &#8222;Pal\u00e4ste der Erinnerung&#8220; spekuliert. Doch Emanuel von Bodmanns Frage &#8222;Was ist Erinnerung? Wissen wir&#8217;s? Lebt das, was in uns lebt, von unserem Vergangenem, nur in uns, oder hat es noch eine andere Wirklichkeit?&#8220; Diese Fragen werden erst allm\u00e4hlich von der modernen Neurowissenschaft beantwortet.<\/p>\n<p>Aber wir wollen die Neurowissenschaft heute nicht befragen, obwohl es f\u00fcr einen Biologie-Lehrer reizvoll w\u00e4re. Wir wollen das feststellen, was jeder wei\u00df: Mit der Zeit verlieren wir Ged\u00e4chtnisinhalte, oder wir k\u00f6nnen sie nicht mehr abrufen.<\/p>\n<p>Gott sei Dank verlieren wir in erster Linie die Ged\u00e4chtnisinhalte, die f\u00fcr uns negative Erinnerungen beinhalten. Sie wissen nat\u00fcrlich, warum die goldenen 20er Jahre eben golden waren, weil das andere, weniger g\u00fcldene in Vergessenheit geraten ist.<\/p>\n<p>Und da unser, mein Ged\u00e4chtnis eben so angelegt ist und arbeitet, m\u00f6chte ich es tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzen! Ich m\u00f6chte mich nicht an die negativen Dinge in 42 Jahren im Schuldienst des Landes Baden-W\u00fcrttemberg, nicht an die negativen Dinge in 29 Jahren am JKG und nicht an die negativen Dinge seit 2010 als Direktor des JKG erinnern.<\/p>\n<p>Ich will mich mit Freuden an die positiven Dinge erinnern \u2013 und ich werde Ihnen einige nennen\/erz\u00e4hlen, weil Sie n\u00e4mlich zum gro\u00dfen Teil f\u00fcr die positiven Dinge, die ich erlebt habe, f\u00fcr meine goldenen zwanziger Jahre verantwortlich sind. Die Reihenfolge meiner Aufz\u00e4hlung ist rein zuf\u00e4llig und sagt nichts \u00fcber die Wertigkeit aus \u2013 mit einer Ausnahme:<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mit meiner Familie, mit meiner Frau und unserer Tochter beginnen. Vielen Dank f\u00fcr euer Verst\u00e4ndnis und eure Unterst\u00fctzung, wenn ich wieder einmal sp\u00e4ter, zu sp\u00e4t nach Hause kam, wenn ich noch einen Abendtermin einschieben musste, wenn ich am Wochenende nochmals schnell zum JKG fahren und etwas holen oder erledigen musste.<\/p>\n<p>\u201eHinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau!\u201c \u2013 Diese Aussage mag ich nicht, weil sie f\u00fcr uns nie zutraf und auch heute nicht zutrifft. Meine Frau stand nie hinter mir, immer neben mir, manchmal sogar vor mir. Lieber Teddy, vielen Dank!<\/p>\n<p>Ich danke allen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern, die ich unterrichten durfte oder die ich unterrichten musste. Vielen Dank f\u00fcr die vielen guten Ideen, die Ihr in den Unterricht eingebracht habt, vielen Dank f\u00fcr das Vertrauen, das Ihr mir entgegen gebracht habt. Ich war h\u00e4ufig Gespr\u00e4chspartner in sehr pers\u00f6nlichen Dingen, \u00fcber die ihr mit Euren Eltern nicht sprechen konntet. Vielen Dank f\u00fcr Eure aktive und intensive Mitarbeit in den Arbeitsgemeinschaften unserer Schule, insb. in der Musik und in der Theater-AG. (Gut \u2013 ich h\u00e4tte mir zum Abschluss noch das Wei\u00dfe R\u00f6ssl am Wolfgangsee gew\u00fcnscht, aber Camus war auch o.k.!)<\/p>\n<p>Vielen Dank allen Klassensprecherinnen und Klassensprechern, den Sch\u00fclersprechern und den Aktiven der SMV f\u00fcr ihr engagiertes Eintreten f\u00fcr unsere Schule. Vielen Dank f\u00fcr die sch\u00f6nen Studienfahrten, insb. nach Sorrent, nach Capri, nach Pompei, wohin ich Generationen von Kursstufensch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern begleiten durfte.<\/p>\n<p>Vielen Dank den Eltern f\u00fcr die gute, offene und konstruktive Zusammenarbeit, in der Schulkonferenz, im Elternbeirat, bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten. Vielen Dank f\u00fcr die Unterst\u00fctzung bei Schulfesten, Projekttagen und Thementagen.<\/p>\n<p>Es sind heute drei Elternbeiratsvorsitzende anwesend. Wir waren nicht immer einer Meinung, aber ich darf Ihnen versichern, Herr Dr. Adam, lieber Harald Esswein, lieber Herr Prof. Dr. Oberschmidt, dass Sie nie \u00fcberzogene Forderungen gestellt haben, dass Sie Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die mehr oder weniger schwierige Situation unserer Schule im System Schule in Baden-W\u00fcrttemberg hatten, dass Sie akzeptiert haben, dass auch Lehrerinnen und Lehrer Menschen sind, mit allen Schw\u00e4chen und Unzul\u00e4nglichkeiten \u2013 und das auch f\u00fcr Schulleiter gilt. Vielen Dank.<\/p>\n<p>Eine Schule in Baden-W\u00fcrttemberg sitzt zumindest zwischen zwei St\u00fchlen. Der linke, oder der rechte, wie Sie wollen, ist das Land Baden-W\u00fcrttemberg, das f\u00fcr die Bildungspl\u00e4ne und das Personal verantwortlich zeichnet. Der andere Stuhl, der rechte oder der linke, wie Sie wollen, ist der Schultr\u00e4ger, in unserem Fall die Stadt Bruchsal, die die materiellen Voraussetzungen f\u00fcr Schule zu schaffen hat.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mich zun\u00e4chst der Schultr\u00e4gerin, der Kommune, der Stadt Bruchsal zuwenden. Und ich m\u00f6chte Sie, Frau Oberb\u00fcrgermeisterin Petzold-Schick um Verst\u00e4ndnis bitten, dass ich mich zun\u00e4chst bei unserem, bei Ihrem, bei meinem Amtsleiter, lieber Rainer Rapp, bei Dir, herzlich bedanke, f\u00fcr Deine vielf\u00e4ltige und umfassende Unterst\u00fctzung. Vielen Dank auch dem Stadtbauamt \u2013 Sie haben gesehen, wir sind seit vielen Jahren und immer noch eine Gro\u00dfbaustelle! \u2013 vielen Dank der Beschaffung f\u00fcr Mobiliar, Ausstattung und Einrichtung, vielen Dank der Schulsozialarbeit, &#8211; und ich muss einfach Kathrin Schenk und unseren Schulhund Joko an dieser Stelle erw\u00e4hnen \u2013, Dank dem Personalamt, der K\u00e4mmerei, dem Hauptamt und der Informations- und Kommunikationstechnik.<\/p>\n<p>Vielen Dank an Sie, liebe Frau Oberb\u00fcrgermeisterin Petzold-Schick. Sie kennen die Sorgen und Probleme des JKG, die Raum-Probleme, die Tatsache, dass uns R\u00e4ume in der Moltkestra\u00dfe fehlen, unabh\u00e4ngig von G8 und G9, dass wir dringend einen n\u00e4chsten Erweiterungsbau brauchen. Sie haben das Projekt in den letzten Jahren voran getrieben, soweit, wie es noch nie war. Aber Sie haben ja einen K\u00e4mmerer und ein Hauptorgan und Sie brauchen Gremien, die die richtigen Priorit\u00e4ten setzen \u2013 aber ich will ja heute nur Positives berichten. Ihnen und allen Stadtr\u00e4tinnen und Stadtr\u00e4ten, die das JKG unterst\u00fctzten und unterst\u00fctzen, vielen Dank!<\/p>\n<p>Ich bleibe bei unserem Schultr\u00e4ger. Die meiste Dienstzeit in den vergangenen Jahren habe ich eigentlich mit den Damen des Sekretariats und unseren Hausmeistern verbracht. Ich freue mich, dass Frau Ruhland heute gekommen ist, die jahrelang in meinem Vorzimmer t\u00e4tig war. Ich freue mich, dass mit Gundi Gaag und Melanie Knodel zun\u00e4chst zwei Damen zu uns gesto\u00dfen sind, die hervorragend zusammen und mit uns allen harmonieren.<\/p>\n<p>Dank an unseren Hausmeister Viktor, den wir von der Hebelschule geerbt haben \u2013 und ich kann best\u00e4tigen, dass wir ein sehr gutes Erbe angetreten haben.<\/p>\n<p>Ich komme zum anderen Stuhl: Das Oberschulamt, nach Erwin Teufel die Abteilung 7 des Regierungspr\u00e4sidiums, war und ist unsere vorgesetzte Dienstbeh\u00f6rde, aber nicht nur das. Die Abteilung 7 hat uns Lehrerinnen und Lehrer zugewiesen, entsprechend unseres Bedarfs und im Rahmen der personellen M\u00f6glichkeiten, und die Abteilung hat uns beraten, p\u00e4dagogisch, verwaltungstechnisch und juristisch. Ihre Abteilung, Frau Bauer, Ihr Referat, Frau Ruder-Aichelin, waren nicht nur vorgesetzte Dienstbeh\u00f6rde, sie waren Partner unserer Schule, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<p>Zurzeit wird \u2013 wieder einmal \u2013 umstrukturiert. Ich darf Ihnen versichern: Wir brauchen keine schnelle Eingreiftruppe, die aus Stuttgart, T\u00fcbingen oder sonst woher anr\u00fcckt. Die Schulen, die 111 Gymnasien im Regierungsbezirk Karlsruhe brauchen funktionsf\u00e4hige Referate vor Ort, die die Schulen und die handelnden Personen kennen und deshalb sinnvoll und erfolgreich unterst\u00fctzen k\u00f6nnen, so wie das in den vergangenen Jahren in der Regel der Fall war. Vielen Dank!<\/p>\n<p>Es g\u00e4be, es gibt eine ganze Reihe von Einrichtungen, denen ich danken m\u00f6chte, f\u00fcr die gute und konstruktive Zusammenarbeit, auch f\u00fcr das pers\u00f6nliche und konstruktive Miteinander.<\/p>\n<p>Dank unseren Kooperationspartnern und der IHK, allen Beh\u00f6rden und Beh\u00f6rdenleitern, den Bruchsaler Schulen mit allen Schulleiterinnen und Schulleitern, nat\u00fcrlich insb. den drei anderen allgemein bildenden Gymnasien, den Schulen unseres Einzugsbereiches zwischen Graben-Neudorf und Kraichtal, zwischen Wagh\u00e4usel und Stutensee, der Bildungsstiftung Bruchsal, der Hopp-Foundation, unserem Freundeskreis, den Amateurfunkern, dem Malteser-Hilfsdienst. Vielen Dank!<\/p>\n<p>Lassen Sie mich zum Schluss allen Kolleginnen und Kollegen danken. Denen, die nicht ihre zugegebenerma\u00dfen gestiegene Belastung wie eine Monstranz vor sich her getragen haben, sondern denen, die angepackt haben, wenn es notwendig war.<\/p>\n<p>Denen, die nicht gefragt haben, was sie f\u00fcr eine besondere T\u00e4tigkeit bekommen w\u00fcrden, denen, die einfach die Notwendigkeit erkannt haben, etwas Besonderes bzw. Zus\u00e4tzliches f\u00fcr unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu tun, auch wenn es nicht zu Ihrem eigentlichen Aufgabenbereich geh\u00f6rte.<\/p>\n<p>Vielen Dank allen Kolleginnen und Kollegen, die in ihrer Schule, die in unserer Schule ehrenamtlich t\u00e4tig waren, also umsonst, ohne Bezahlung d.h. ohne Entlastungs- oder AG-Stunden!<\/p>\n<p>Vielen Dank den \u201eMama-Lehrerinnen\u201c, die zur Schulleitung kamen und sich entschuldigten, dass sie jetzt schwanger seien, und dass sie demn\u00e4chst ausfallen w\u00fcrden, und ggf. kein Ersatz bereitgestellt werden k\u00f6nnte. Vielen Dank den \u201ePapa-Lehrern\u201c, dass sie zur Schulleitung kamen und fragten, ob sie denn demn\u00e4chst zwei Monate in Elternzeit gehen k\u00f6nnten, aber nur dann, wenn es m\u00f6glich sei, ohne dass zu viel Unterricht ausfallen w\u00fcrde. Vielen Dank den Kolleginnen und Kollegen, die bei einer absehbaren Abwesenheit schon mit einem fertigen Vertretungsplan kamen, und die schon selbst mit allen potentiellen Vertretungslehrkr\u00e4ften gesprochen hatten.<\/p>\n<p>Vielen Dank den Abteilungsleitern. Wir haben vor wenigen Jahren begonnen, die entsprechende Verwaltungsvorschrift umzusetzen und aus den Fachabteilungsleitern Abteilungsleiter zu machen. Sie haben mehr Arbeit, sie haben mehr Verantwortung \u00fcbernommen. Dies war nicht einfach, auch weil es eine sp\u00fcrbare Ver\u00e4nderung f\u00fcr alle Kolleginnen und Kollegen gab.<\/p>\n<p>Die Entlastung war insb. f\u00fcr den Schulleiter deutlich sp\u00fcrbar. Ich hatte pl\u00f6tzlich Zeit, um nicht nur die \u00dcberschriften irgendwelcher Ver\u00f6ffentlichungen zu lesen, sondern die ganze Ver\u00f6ffentlichung! Euch deshalb vielen Dank, vor allen Dingen Dir, lieber Stefan, der Du nun zwei Jahre mein Stellvertreter warst. Und vielen Dank Deinem Vorg\u00e4nger. Unser ehem. Schulreferent hat J\u00fcrgen Braun und mich einmal als \u201eDream-Team\u201c bezeichnet \u2013 und ich widerspreche nicht.<\/p>\n<p>Wir haben neben dem Schulleiter und dem Stellvertreter f\u00fcnf Abteilungsleiter. Wenn ich nun in den Ruhestand eintrete, dann haben wir in den letzten drei Jahren sechs von sieben Personen ausgetauscht. Ein gravierender Einschnitt, obwohl wir f\u00fcnf Personen aus unserem Hause JKG ersetzen konnten.<\/p>\n<p>Ich bin froh dar\u00fcber und der festen \u00dcberzeugung, dass wir \u2013 also ich meine das JKG \u2013 mit dem neuen F\u00fchrungsteam \u2013 und wenn ein neuer Schulleiter bestellt sein wird \u2013 gut aufgestellt sind f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre. Ich w\u00fcnsche allen, die Verantwortung \u00fcbernommen haben und \u00fcbernehmen werden, viel Erfolg und Freude bei ihrer T\u00e4tigkeit und immer das notwendige Qu\u00e4ntchen Gl\u00fcck bei allen Entscheidungen.<\/p>\n<p>Viele haben mich in den letzten Tagen und Wochen zwei Fragen gestellt.<br \/>\nErstens: Wird Dir etwas fehlen?<br \/>\nZweitens: Was wirst Du jetzt (alles) machen?<\/p>\n<p>Zu Frage 1: Ja, es wird mir etwas fehlen. Es werden mir die vielen unterschiedlichen Menschen fehlen, die tagt\u00e4glich ins JKG kamen, mit ihren unterschiedlichen Vorstellungen und W\u00fcnschen und Erwartungen, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern.<\/p>\n<p>Zu Frage 2: Vor 250 Jahren wurde mein Lieblingswissenschaftler, der Naturforscher und quasi erste Geograph, Alexander von Humboldt geboren. Er machte sich nach Lateinamerika, in die USA und nach Zentralasien auf, um Feldstudien zu betreiben. Er bestieg den Chimborasso und beschrieb den Cassiciare als Verbindung zwischen Amazonas und Orinoco. Die Universalit\u00e4t seines Wissens erlaubte es ihm, &#8211; ich zitiere \u2013 \u201edie Erscheinungen der k\u00f6rperlichen Dinge in ihrem allgemeinen Zusammenhang, die Natur als ein durch Kr\u00e4fte bewegtes und belebtes Ganzes aufzufassen. \u2013 Ende Zitat.<\/p>\n<p>Ich werde das nicht schaffen bzw. nicht wiederholen k\u00f6nnen. Aber ich m\u00f6chte mir zusammen mit meiner Frau noch einige sch\u00f6ne und interessante Orte auf dieser Erde anschauen. Ich hoffe, es gelingt.<\/p>\n<p>Verehrte G\u00e4ste!<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen allen f\u00fcr die Unterst\u00fctzung in den vergangenen Jahren. Ich danke Ihnen allen f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr manche, vielleicht auch einsame Entscheidung, und ich danke Ihnen f\u00fcr die Nachsicht bei manchen Ungereimtheiten oder Fehlern.<\/p>\n<p>Ich danke allen, die diese Veranstaltung vorbereitet und bei der Durchf\u00fchrung geholfen haben und noch helfen. Dank dem Oberstufenchor mit Patrick Wippel, Dank der Big Band mit Christian Kowollik, Dank den Biologen, dem Sekretariat, unserem Hausmeister und dem Baubetriebshof.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte Sie alle herzlich einladen, noch etwas mit mir, mit uns zu trinken und zu essen. Ich freue mich auf interessante Gespr\u00e4che mit Ihnen, heute oder bei anderer Gelegenheit.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen und vor allem dem JKG, der ganzen Schulgemeinschaft, alles erdenklich Gute und Gottes reichen Segen.<\/p>\n<p>Vielen Dank.<\/p>\n<p>Ihr Hanspeter Gaal<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine \u00c4ra geht zu Ende &#8211; 42 Jahre im Schuldienst &#8211; 29 Jahre am JKG &#8211; 9 Jahre als Oberstudiendirektor Bereits am 15. Juli fand die offizielle Verabschiedung des scheidenden Schulleiters Hanspeter Gaal statt. Abteilungspr\u00e4sidentin Anja Bauer und Oberb\u00fcrgermeisterin Cornelia Petzold-Schick w\u00fcrdigten von offizieller Seite seine Verdienste. 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