{"id":14246,"date":"2022-03-15T16:29:44","date_gmt":"2022-03-15T15:29:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/?p=14246"},"modified":"2022-03-15T16:31:03","modified_gmt":"2022-03-15T15:31:03","slug":"stipendium-der-studienstiftung-des-deutschen-volkes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/?p=14246","title":{"rendered":"Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes"},"content":{"rendered":"<h4>Erfahrungsbericht unserer Abiturientin Nina Doll<\/h4>\n<div class=\"col-md-12\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"col-md-3 hidden-sm hidden-xs bootstrapfloat\">\n     <a href=\"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/wordpress\/inhalte\/uploads\/2022\/03\/k-Foto-Nina-Doll.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img decoding=\"async\" class=\"img-responsive\" src=\"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/wordpress\/inhalte\/uploads\/2022\/03\/k-Foto-Nina-Doll.jpg\" alt=\"Nina\"\/><\/a>\n    <\/div>\n<p>Als ich letztes Jahr mein Abitur am Justus-Knecht-Gymnasium absolvierte, erfuhr ich bei der Abschlussfeier, dass ich von der Schulleitung f\u00fcr ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen wurde, wor\u00fcber ich mich riesig freute. Nachdem ich im August einen Brief von der Studienstiftung erhalten hatte, blieb mir bis Oktober Zeit, einen zwei- bis dreiseitigen ausformulierten Lebenslauf zu schreiben und einen Fragebogen auszuf\u00fcllen, welcher weitere Fragen zu mir, meiner Familie und meiner Studienwahl beinhaltete.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nachdem ich die Bewerbungsunterlagen zusammen mit meinem Abiturzeugnis versendet hatte, kam Anfang November die Einladung zu einem Auswahlseminar im Januar, welches im Online-Format \u00fcber Zoom stattfand. Das Auswahlseminar dauerte ein Wochenende lang, f\u00fcr welches ich einen siebenmin\u00fctigen Vortrag \u00fcber ein kontroverses Thema meiner Wahl sowie die Moderation der anschlie\u00dfenden Diskussion \u00fcber das Vortragsthema vorbereiten sollte. Neben meinem eigenen Vortrag w\u00fcrde ich \u00fcber die Vortragsthemen der anderen Bewerberinnen und Bewerber diskutieren und zwei Einzelgespr\u00e4che mit je einem Kommissionsmitglied f\u00fchren. <\/p>\n<p>Der Januar kam sehr schnell und damit wuchs auch meine Nervosit\u00e4t vor dem Wochenende. Bei der Begr\u00fc\u00dfungsveranstaltung, die Freitag Abend \u00fcber Zoom stattfand, wurden wir sehr herzlich begr\u00fc\u00dft und genauer \u00fcber den Ablauf informiert. Zudem stellten sich die sieben Mitglieder der Auswahlkommission vor, welche zum Gro\u00dfteil selbst einmal von der Studienstiftung gef\u00f6rdert worden waren und die uns in den kommenden Tagen befragen und beobachten w\u00fcrde. Obwohl uns mehrfach versichert wurde, dass wir keine Angst vor dem Wochenende haben m\u00fcssten, war den meisten die Nervosit\u00e4t doch anzumerken. Nach der Begr\u00fc\u00dfung wurden wir in Zoom-R\u00e4ume aufgeteilt, in welchen ich die f\u00fcnf anderen Bewerberinnen und Bewerber meiner Gruppe kennenlernen durfte, vor denen ich meinen Vortrag halten w\u00fcrde und mit welchen ich den Gro\u00dfteil des Samstags \u00fcber unsere Vortr\u00e4ge diskutieren w\u00fcrde. Dabei tauschten wir uns auch \u00fcber die Vortragsthemen aus, sodass jeder etwas Zeit hatte, sich einige Gedanken zu machen.<\/p>\n<p>Die Diskussionsrunden am n\u00e4chsten Tag stellten sich als sehr angenehm heraus. Beobachtet wurden wir dabei von einem Kommissionsmitglied, welches ohne Bild und Ton im Zoom-Raum anwesend war und unter anderem unsere Vortr\u00e4ge, das Verhalten den anderen Gruppenmitgliedern gegen\u00fcber sowie unsere Argumentationsweisen bewertete. Diskutiert wurde in meiner Gruppe \u00fcber Organspende, ein verpflichtendes Jahr nach der Schule, die Einschr\u00e4nkung von \u201eGlobal Playern\u201c, das Wahlalter ab 16 und die Pr\u00e4sidentschaft von Barack Obama. Nach meinem Vortrag \u00fcber die Frage, ob Religionsunterricht an staatlichen Schulen abgeschafft werden sollte, wurde vor allem \u00fcber die Bedeutung religi\u00f6ser Bildung gesprochen, sowie M\u00f6glichkeiten der Reform von Religionsunterricht er\u00f6rtert, wobei die 13 Minuten Diskussionszeit pro Vortrag sehr schnell vor\u00fcber gingen. Von Konkurrenzkampf merkte man nichts und ich hatte das Gl\u00fcck, in einer sehr angenehmen Gruppe aus verschiedenen Fachrichtungen zu sein, was die Diskussionen, welche ich eher als einen freundlichen Austausch verschiedener Meinungen empfand, vielseitig und interessant gestaltete.<\/p>\n<p>Besonderen Respekt hatte ich vor den beiden Einzelgespr\u00e4chen, da ich in Erfahrungsberichten gelesen hatte, dass diese besonders herausfordernd seien und man sich nicht oder nur schlecht vorbereiten konnte. Diese Gespr\u00e4che \u00e4hneln typischen Bewerbungsgespr\u00e4chen nur im geringen Ma\u00dfe. Zwar beziehen sich die Kommissionsmitglieder bei den Fragen oftmals auf den Lebenslauf, dar\u00fcber hinaus wird man jedoch auch zu fachfremden Themen befragt, muss in der Lage sein, seine begr\u00fcndete Meinung zu verschiedensten Themen \u00e4u\u00dfern zu k\u00f6nnen und auch auf etwas provokantere Fragen, wie beispielsweise zur eigenen Studienwahl, ad\u00e4quat reagieren k\u00f6nnen. Beide Einzelgespr\u00e4che, die jeweils eine halbe Stunde dauerten, waren ebenfalls in Ordnung und bezogen sich thematisch viel auf meinen Lebenslauf, meine Studienwahl und mein bisheriges Mathematik- und Physikstudium. Zudem sollte ich jedoch auch Fragen wie: \u201eWie w\u00fcrden Sie das deutsche Schulsystem ver\u00e4ndern?\u201c beantworten, die Zukunft des gedruckten Buches vorhersagen oder ein Konzept pr\u00e4sentieren, welches erm\u00f6glicht, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern aus sozial schw\u00e4cheren Familien st\u00e4rker zu f\u00f6rdern und f\u00fcr ein Studium zu motivieren.<\/p>\n<p>Insgesamt wurde ich also von drei verschiedenen Mitgliedern der Auswahlkommission bewertet, welche mir unabh\u00e4ngig voneinander eine Punktzahl zwischen eins und zehn geben konnten, wobei die Summe dann \u00fcber eine Aufnahme oder Absage entscheiden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Am Sonntag Abend lag dann ein sehr interessantes und spannendes, aber auch sehr anstrengendes Wochenende hinter mir, in welchem ich sehr viele wichtige Erfahrungen sammeln durfte und auf welches ich mit einem positiven Gef\u00fchl zur\u00fcckschaute. Dass das Seminar online stattgefunden hatte, empfand ich einerseits als angenehm, da mir die vertraute Umgebung Sicherheit verlieh, andererseits auch schade, da der Kontakt zu den anderen Bewerberinnen und Bewerber kaum m\u00f6glich war.<\/p>\n<p>Ich versuchte mir nach dem Wochenende nicht allzu gro\u00dfe Hoffnungen zu machen, denn auch wenn es keine offizielle Aufnahmequote gibt, wurde uns mitgeteilt, dass im Schnitt nur eine\/r von vier Personen aufgenommen wird. Mehrmals t\u00e4glich schaute ich in den kommenden zwei Wochen also gespannt in den Briefkasten. Von Erfahrungsberichten wusste ich, dass man schon anhand der Gr\u00f6\u00dfe des Briefes erkennen konnte, ob man eine Zu- oder Absage erhalten w\u00fcrde: Ein gro\u00dfer Brief bedeutet eine Zusage, ein kleiner eine Absage. Und nach anderthalb Wochen kam dann endlich der Brief \u2013 und es war ein gro\u00dfer. <\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mich deshalb ganz herzlich bei der Schulleitung f\u00fcr den Vorschlag bedanken! Ich freue mich sehr \u00fcber die M\u00f6glichkeiten, die sich mir dadurch er\u00f6ffnen und bin sehr gespannt, was die kommenden Jahre bringen werden.<\/p>\n<p>Zudem m\u00f6chte ich diejenigen ermutigen, die diese Chance ebenfalls erhalten und vorgeschlagen werden, sich zu bewerben und das Auswahlverfahren mitzumachen. Ungeachtet des Ergebnisses sammelt man in dem Auswahlverfahren sehr viele Erfahrungen, an denen man w\u00e4chst und auf die man sehr stolz sein kann!<\/p>\n<p><em>Text und Foto: Nina Doll<\/em><\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erfahrungsbericht unserer Abiturientin Nina Doll Als ich letztes Jahr mein Abitur am Justus-Knecht-Gymnasium absolvierte, erfuhr ich bei der Abschlussfeier, dass ich von der Schulleitung f\u00fcr ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen wurde, wor\u00fcber ich mich riesig freute. Nachdem ich im August einen Brief von der Studienstiftung erhalten hatte, blieb mir bis Oktober Zeit, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10,11],"tags":[],"class_list":["post-14246","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-schulleben"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14246","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14246"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14246\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14246"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14246"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jkg-bruchsal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14246"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}