Frederick-Tag | Justus-Knecht-Gymnasium Bruchsal

Frederick-Tag


Crazy Family: Eine völlig verrückte Familie

Autorenlesung mit Markus Orths zum Frederick-Tag 2025

Frederick-Tag 2025

Am 01.12.25 durften wir in der Aula des Justus-Knecht-Gymnasiums einen ganz besonderen Gast begrüßen: Der bekannte Kinder- und Jugendbuchautor Markus Orths war zu Besuch und las für unsere Sechstklässlerinnen und Sechstklässler aus seiner beliebten Buchreihe „Crazy Family“ vor.

Schon zu Beginn der Veranstaltung war die Neugier der Schülerinnen und Schüler groß. Einige kannten die Buchreihe bereits, andere waren gespannt darauf, die verrückte Familie zum ersten Mal kennenzulernen. Dass diese Familie tatsächlich „crazy“ ist, konnten sich die Zuhörerinnen und Zuhörer gleich zu Beginn der Lesung selbst überzeugen. In der ersten gelesenen Passage erfuhren sie, wie die Kinder der Familie Hackbart zu ihren Namen kamen. Wir lernten die älteste, supervernünftige Tochter Brooklyn kennen, ebenso wie ihren Bruder Zosch, der am liebsten zockt, Mönkemeier, den Künstler, sowie die jüngste Tochter Lulu, ein absolutes Wunderkind mit Hochbegabung. So außergewöhnlich die Kinder sind, so verrückt sind auch die Eltern: Frau Hackbart verdient als Truckerfahrerin das Geld für die Familie und lässt gerne einmal ihre Muskeln spielen, während Herr Hackbart als Hausmann seinem etwas ungewöhnlichen Hobby nachgeht – er sammelt leidenschaftlich antike Klobürsten. In der zweiten gelesenen Passage wurde Herrn Hackebarts antike Klobürste versteigert, wobei er mit unlauteren Mitteln versuchte, den Preis in die Höhe zu treiben.

Markus Orths schaffte es von der ersten Minute an, sein junges Publikum zu begeistern. Mit viel Humor, lebendiger Stimme, passenden Requisiten und den witzigen Illustrationen des Buches erweckte er die Figuren der „Crazy Family“ zum Leben und sorgte immer wieder für lautes Lachen im Raum. Besonders bei der Auktionsszene fieberten die Zuhörerinnen und Zuhörer mit: Würde es Herrn Hackbart gelingen, die antike Klobürste für viel Geld zu versteigern, ohne dass der Betrug auffliegt?

Im Anschluss an die Lesung nahm sich Markus Orths viel Zeit für die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler. Diese nutzten die Gelegenheit begeistert und wollten unter anderem wissen, wie er auf seine Ideen kommt, ob die Figuren aus seinen Büchern reale Vorbilder haben und wie lange es dauert, ein Buch zu schreiben. Geduldig und humorvoll beantwortete der Autor alle Fragen und gab dabei spannende Einblicke in seinen Alltag als Schriftsteller. Zum Schluss hatte Herr Orths noch eine Überraschung für die Schülerinnen und Schüler parat: jeder durfte ein Lesezeichnen mit Autogramm mit nach Hause nehmen.

Die Lesung war für unsere Sechstklässlerinnen und Sechstklässler nicht nur unterhaltsam, sondern auch eine wertvolle Begegnung mit einem echten Autor und ein gewinnbringender Beitrag zur Leseförderung anlässlich des Fredericktages. Das Ziel, Freude an Büchern und am Lesen zu wecken, wurde dabei voll erreicht.

Wir bedanken uns herzlich bei Markus Orths für seinen Besuch und diese gelungene Veranstaltung, die unseren Schülerinnen und Schülern sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Text und Foto: Bai (Dezember 2025)


Autorin Nikola Schumacher zu Gast am JKG

„Geheimnis im Schloss“ zum Frederick-Tag 2024

Frederick-Tag 2024

Am Donnerstag, den 17.11.24 versammelten sich unsere 6. Klassen in der 3. Stunde bzw. in der 5. Stunde in der Aula um sich von der Bruchsaler Autorin Nikola Schumacher (ehemals Wengler) aus ihrem Jugendbuch „Geheimnis im Schloss“ vorlesen zu lassen. Das Thema Vorlesen steht nämlich in der als „Frederick-Tag“ bezeichneten Aktionswoche bundesweit im Fokus vieler Bildungseinrichtungen. So hat die Fachschaft Deutsch sich ebenfalls bemüht, eine interessante Veranstaltung an unserer Schule zu organisieren, die zudem den Auftakt für den im November stattfindenden Vorlesewettbewerb der 6. Klassen bilden soll.

Bevor es losging, berichtete die Autorin, wie sie auf die Idee für ihr Buch gekommen war. Sie hatte selbst eine Führung zum Thema „Keller und Gänge“ im Bruchsaler Schloss mitgemacht, fand diese aber relativ unspektakulär. Sie hätte sich erhofft, vielleicht Geheimgänge oder Verliese gezeigt zu bekommen. Flugs schrieb sie daraufhin ein eigenes Buch, in dem die Protagonistin, die Schülerin Sara aus Wien, in den Weihnachtsferien ihre Tante in Bruchsal besucht und dabei ein richtig spannendes Abenteuer mit ihren Freunden erlebt. In der Vorlesestelle versuchen nämlich die Kinder, die durch unglückliche Umstände im Schloss eingeschlossen waren, durch einen alten Geheimgang wieder ins Freie zu gelangen. Dabei entwickeln die Freunde nicht nur pfiffige Ideen, sondern zollen sich – trotz flapsiger Jugendsprache – gegenseitigen Respekt für ihre unterschiedlichen Stärken.

Das Vorlesen aus dem Buch unterbrach Frau Schumacher immer wieder spontan und bezog mit unerwarteten und persönlichen Fragen die Zuhörenden mit ein. Besonders lebendig wurde das junge Publikum, als es mit vorbereiteten Papierkugeln durch den Saal werfen durfte.

Am Ende verriet die Autorin den SchülerInnen, dass es doch etwas länger dauert ein Buch zu schreiben und erklärte, welche Arbeitsschritte dafür nötig sind. Die Geschichten für ihre Bücher entwickelt Nikola Schuhmacher dabei immer zuerst im Kopf, was durchaus 1-2 Jahre dauern kann. Sie recherchiert genauestens die Stadtgeschichte und beginnt erst dann mit der Niederschrift, die dann auch noch einmal einige Monate in Anspruch nimmt. Ihr Ziel sei es, den jugendlichen Lesern die Bruchsaler Geschichte auf spielerische Art näherzubringen. Dabei halte sie sich an die vorhandenen Quellen, schmücke diese aus und dichte ihre Geschichte drumherum und lasse so frühere Zeiten lebendig werden. Auch ihr erstes Jugendbuch „“Geheimnisvolle Ferien“ handelt von der Bruchsaler Geschichte. Es vermittelt in einer spannenden Kriminalgeschichte Kenntnisse über das mittelalterliche Bruchsal zur Zeit der Ottonen.

Freundlich, geduldig und persönlich unterhielt sich die Autorin mit den Schülern und gestand ihnen auch, dass sie selbst in ihrer Schulzeit nicht besonders gern gelesen habe. Vielleicht hat sie deshalb auch bei ihren Büchern für die „Lesemuffel“ vorgesorgt. Beide Jugendbücher gibt es auch als Hörbuch. Für die neugierig gewordenen Lesefans stehen jedenfalls auch mehrere Buchausgaben in der Schülerbibliothek zur Ausleihe bereit.

Text und Foto: Gma (Oktober 2024)


Zum Frederick-Tag 2022

Lesepatinnen und -paten zu Besuch am JKG

Frederick-Tag 2022

In der Zeit vom 17.-28. Oktober wurde am JKG genau wie überall in Baden-Württemberg eifrig vorgelesen, denn beim „Frederick-Tag 2022“ waren wieder alle Bildungseinrichtungen aufgerufen, Kinder und Jugendliche durch besondere Leseaktionen für Bücher zu begeistern. Der Namenspate für die bekannte Literaturaktion ist dabei seit über 20 Jahren die wörter-, farben- und sonnenstrahlensammelnde Maus Frederick aus dem berühmten Bilderbuch von Leo Lionni.

In Absprache mit der Fachschaft Deutsch wurden diesmal besonders die 6. Klassen berücksichtigt, weil diese sich ab November selbst für den Vorlesewettbewerb vorbereiten müssen und so einen guten Auftakt geboten bekamen. Frau Mutter war es in kurzer Zeit gelungen für alle sechs Klassen Lesepaten und Lesepatinnen zu finden, die während einer Schulstunde bereit waren, aus einem Buch ihrer Wahl vorzulesen und sich anschließend mit den Schülern über die Geschichte zu unterhalten. So kamen aus dem Gemeinderat Frau Ruth Birkle, Mitglied des Freundeskreises und langjährige JKG-Mutter, und Frau Evelin Steinke-Leitz ans JKG, aus dem Amt für Familie und Soziales Frau Inge Ganter und ebenfalls vom Freundeskreis unsere ehemalige Deutschkollegin Cornelia Blümle. Mit Herrn Prof.Dr. Schnatterbeck, dem ehemaligen Schulpräsidenten, reihte sich ein an der Schule ebenfalls wohlbekanntes Gesicht in den Vorleserkreis. Bei den Besuchen hörten die Sechstklässler Ausschnitte aus Jugendbuchklassikern, wie z.B. „Momo“ von Michael Ende oder „Vorstadtkrokodile“ von Max von der Grün. Sozialkritisch herausgefordert wurden die Zuhörer von dem neueren Jugendbuch „Feuerwanzen lügen nicht“ von Stefanie Höfler oder vom „Tagebuch der Anne Frank“. Sogar aus einem Sachbuch, das durch die Kinderuniversität Bruchsal inspiriert worden war, wurde vorgelesen. Eine bunte Auswahl von Themen, die auf jeden Fall verschiedene Interessen angesprochen hat. Durch den ungewohnten Rahmen wurde zudem der übliche Schulalltag aufgelockert und bereichert. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an alle Lesepatinnen und -paten!

Lesepaten 1
Lesepaten 2

Text: Gma
Fotos: Ak



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