Israel | Justus-Knecht-Gymnasium Bruchsal

Israel



Schüleraustausch mit HaKfar HaYarok


Deutsche und israelische Schüler besuchen den Europaabgeordneten Daniel Caspary in Straßburg (April 2017)

Ein Ausflugsziel des Justus-Knecht-Gymnasiums aus Bruchsal mit seinen Austauschschülern aus Israel war in diesem Monat die Europäische Hauptstadt Straßburg. Daniel Caspary MdEP hatte frühzeitig zur Fahrt eingeladen und freute sich über zahlreiche Anmeldungen. Nach einer geführten Schifffahrt durch die Straßburger City und einem Besuch im Münster war die markanteste Station das Europäische Parlament mit dem Besuch einer Plenarsitzung und einer Diskussionsrunde mit dem Europaabgeordneten Daniel Caspary MdEP.

Im Innenhof des Parlamentes angekommen wurden die deutschen und israelischen Schülerinnen und Schüler von einem Mitarbeiter von Herrn Caspary bereits erwartet und nach dem üblichen Sicherheits-Check direkt auf die Besuchertribüne des Plenarsaals geführt. Die Dimension des Plenarsaals für die 751 Abgeordneten, insbesondere auch dessen Medienausstattung – unter anderem mit Simultan-Dolmetscher-Service in derzeit 24 Sprachen – aber auch die Abläufe im Plenum waren höchst beeindruckend. Und das Thema war ebenso interessant: Wie werden die Verhandlungen über den Brexit geführt? Die Beiträge der Abgeordneten waren häufig sehr emotional.

Nach der Beobachtung der Plenardebatte stand ein Treffen mit dem nordbadischen Europaabgeordneten Daniel Caspary MdEP auf dem Programm, der einen kurzen Abriss über die Arbeitsweise des Parlaments und dessen Ausschüsse gab. Einer kompakten Präsentation seines eigenen Werdegangs und der Darlegung seiner Zuständigkeit im Parlament schloss sich ein Dialog an, bei dem kein Thema ausgespart blieb.

Als Volkswirt engagiert sich Caspary vorrangig im Ausschuss für Internationalen Handel, in dem er als Koordinator (Sprecher) für die EVP-Fraktion, zu der auch die Abgeordneten der CDU gehören, tätig ist. „Europa lebt vom Mitmachen – lassen Sie uns in Kontakt bleiben!“ verabschiedete sich Caspary nach dem Gespräch von den Schülerinnen und Schülern und den begleitenden Lehrkräften.

Dem Gespräch schloss sich ein kurzer Rundgang durch das imposante Gebäude an, bevor die Gruppe dann spätabends, mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck, wieder die Heimreise antrat. Die Aussagen auch der israelischen Schülerinnen und Schüler waren eindeutig: „Der Caspary ist wirklich gut“ und „Der bringt es auf den Punkt“.

Bild: Die Gruppe mit dem Europaabgeordneten Daniel Caspary MdEP (CDU) im Europäischen Parlament in Straßburg

Text: Ga
Foto: Europäische Union 2017


Schalom! – Schülergruppe des JKG in Israel (November 2016)

Masada
Auf Masada
Dromedar
Per Dromedar durch die Wüste
Grenze-zum-Libanon
An der Grenze zum Libanon

Auch im Schuljahr 2016/17 findet der traditionellen Schüleraustausch des Justus-Knecht-Gymnasiums mit den Schulen von Hakfar Hayarok in Israel statt. Ende November besuchten 15 Schülerinnen und Schüler mit den Lehrkräften Johannes Gayer und Christina Utech die Einrichtung nahe Tel Aviv, die in der Tradition der israelischen Jugenddörfer steht und inzwischen von bis zu 3000 Schülerinnen und Schülern besucht wird. Besonders die Sekundarstufe II, die zur Allgemeinen Hochschulreife, dem A-Level führt, ist „überlaufen“, berichtet die Koordinatorin für den Deutsch-Israelischen Schüleraustausch Hedva Epstein. „Eigentlich liegt der Klassenteiler bei 38, es sind aber bis 43 in einer Klasse“. Viele Schülerinnen und Schüler nähmen einen Anfahrtsweg von bis zu einer Autostunde in Kauf. Hakfar Hayarok – das „Grüne Dorf“ – belegt im nationalen israelischen Schulranking seit vielen Jahren immer einen der ersten drei Plätze.

Das unterrichtliche und außerunterrichtliche Angebot ist vielfältig und reicht von der Mithilfe in eigenen landwirtschaftlichen Betrieben (Rinder, Pferde, Hühner, Grapefruitplantagen) bis zum begleitenden Mathematik- und Informatik-Studium an der Universität in Tel Aviv.

Die Schülerinnen und Schüler des JKG lernten die Einrichtung intensiv kennen, besuchten aber auch Yad Vashem, die zentrale Gedenkstätte für den Holocaust, und die Altstadt von Jerusalem, den nördlichen Küstenabschnitt mit der ehem. Kreuzritter-Hauptstadt Akkon (Acre) und den Kliffs von Rosch haNikra an der Grenze zum Libanon und die Wüste Juda mit der Festung Masada und dem Toten Meer. „Besondere Höhepunkte“ waren natürlich ein Ausritt per Kamel und ein Bad im Toten Meer in der Oasenstadt Ein Gedi am tiefsten Punkt der Erde. Im Frühjahr 2017 wird der Gegenbesuch in Bruchsal stattfinden.

Text: Ga (Dez. 2016)
Fotos: Ga


Israelische Schüler zu Gast am JKG (Oktober 2015)

Israel-Austausch-Gedenkfeier-Okt-2015

Eine Woche lang waren 15 Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrkräfte aus Ramat Hasharon nahe Tel Aviv zu Gast in Bruchsal. Sie wohnten bei ihren deutschen Austauschpartnern und absolvierten neben der Teilnahme am Unterricht ein vielfältiges Besichtigungsprogramm. Neben dem obligatorischen Besuch im Bruchsaler Schloss und im Deutschen Musikautomaten-Museum war die Gruppe der Schulen von Hakfar Hayarok in Speyer, besichtigten den Dom und informierten sich im jüdischen Museum über das frühere jüdische Leben in der Domstadt. Natürlich durfte auch Heidelberg nicht fehlen, mit Schloss und Altstadt und einem nachmittäglichen Einkaufsbummel.

Als „besonderes Highlight“ erwies sich auch in diesem Jahr der Besuch im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart, wo die Technik- und Auto-Fans „voll auf ihre Kosten kamen“. Am Montag gegen Abend trafen sich deutsche und israelische Schülerinnen und Schüler, viele Eltern und Lehrkräfte, der Elternbeiratsvorsitzende, Herr Prof. Dr. Oberschmidt, die Vorsitzende des Freundeskreises, Frau Angelika Thiele, und der Schulamtsleiter, Herr Rainer Rapp als Vertreter der Stadt Bruchsal auf dem jüdischen Friedhof am Eichelberg (Foto). In einer von den Schülerinnen und Schülern unter der Leitung von Frau Pfarrerin Elke Heckel-Bischoff gestalteten Feier gedachten sie den Opfern der Shoa aus Bruchsal und Umgebung und von Terror, Krieg und Gewalt unserer Tage.

Ende Oktober wird der Gegenbesuch stattfinden. 13 Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrkräfte freuen sich auf den Besuch in Hakfar Hayarok und Israel. Alle Beteiligten danken dem Freundeskreis des JKG und der Stadt Bruchsal für die Unterstützung auch in diesem Jahr.

Text: Bl
Foto: Ga (2015)


Gäste aus Israel am Justus-Knecht-Gymnasium (2013)

Im Rahmen des Deutsch-Israelischen Schüleraustausches besuchte Ende März eine Schülergruppe aus Hakfar Hayrok das Justus-Knecht-Gymnasium und Bruchsal. Seit vielen Jahren sind das JKG und die Schulen von Hakfar Hayarok nahe Tel Aviv freundschaftlich verbunden. In jedem Jahr kommen bis zu 20 israelische Schülerinnen und Schüler im Frühjahr nach Bruchsal, der Gegenbesuch erfolgt im Herbst des gleichen Jahres. Das gegenseitige Kennenlernen steht im Vordergrund. Gemeinsamer Projektunterricht, Besuche im Bruchsaler Schloss und gemeinsame Ausflüge nach Heidelberg, Mannheim und Straßburg, eine Betriebsbesichtigung und vieles andere mehr beinhaltet das Programm. Die traditionelle Gedenkfeier für die Opfer der Shoa und von Krieg und Gewalt, die von den deutschen und israelischen Schülerinnen und Schülern gemeinsam vorbereitet wurde, musste in diesem Jahr witterungsbedingt in die Aula der Schule verlegt werden. Sie begann mit dem Kaddisch, dem jüdischen Gebet zum Lobe Gottes, benannte die Opfer des Nationalsozialismus in Bruchsal und Umgebung mit Namen – Everybody has a name ! – und endete mit der Hatikava, der israelischen Nationalhymne, die Hoffnung ausdrückt, Hoffnung auf einen nachhaltigen Frieden, Hoffnung auf ein Leben ohne Krieg und Gewalt.

Text: Sm (2013)


Israelische Austauschschüler am JKG stellen ihre Schule vor (2008)

Schon vor sieben Jahre wurde am Bruchsaler Justus-Knecht-Gymnasium der Versuch gestartet, einen Austausch mit einer Schule in Israel zu organisieren. Die Kontaktaufnahme erfolgte im Jahr 2007. Damals besuchte eine Gruppe aus einer Schule mit Schwerpunkt Musik das JGK, aber die damals instabilen politischen Verhältnisse erlaubten keinen Gegenbesuch der deutschen Schüler. Nun endlich, im Oktober 2008, gelang es STD Hanspeter Gaal durch Vermittlung des Pädagogischen Austauschdienstes, Kontakte zu einer Schule ca. 20 Kilometer nördlich von Tel Aviv zu knüpfen und einen Austausch zu realisieren. Zur Zeit halten sich 20 Jugendliche aus Hakfar Hayarok in der Barockstadt bei ihren deutschen Partnern auf und nutzten in der Aula des JKG die Möglichkeit, ihr Land sowie ihre Schule den interessierten Zuhörern zu präsentieren. Diese Schule im „GRünen Dorf“ (The Green Village) erwies sich als eine Institution, von der wir Deutsche nur träumen können. Sie wird privatwirtschaftlich geführt, 1200 Schüler können dort vom Kindergarten bis zum Abitur ihre schulische Laufbahn absolvieren, auf dem Campus gibt es zahlreiche Sportplätze , Frei-und Hallenbad, eine Mensa und natürlich optimale Ausstattung für Kunst, Musik und den IT-Bereich. Da die Schüler sich auch landwirtschaftlich betätigen, gehört ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Weizenanbau und Tierzucht (Pferde, Rinder, Hühner) zur Schule dazu.

Der Leiter der Tierklinik ist der Sohn des derzeitigen Staatspräsidenten Peres. Die gesamte Anlage steht in der Tradition der israelischen Youth Villages und davon bekamen die Zuschauer in der Aula einen überzeugenden Eindruck durch Videoclip und Powerpointpräsentation. Die Schüler versicherten glaubwürdig, dass sie gerne in ihre Schule gingen und der Film endete mit der freundlichen Aufforderung:“Come and join us now!“ Dieser Aufforderung wollen die deutschen Schüler voraussichtlich im Oktober gerne Folge leisten und mit eigenen Augen diese tolle Schule sehen. Hier können sie sicher ihre englischen Sprachkenntnisse verbessern, aber vor allem steht das interkulturelle Lernen im Vordergrund, wie es der Organisator des Austausches, Hanspeter Gaal, in seiner Begrüßungsansprache formulierte. Er dankte dem anwesenden Bürgermeister Uli Hockenberger für die Unterstützung durch die Stadt Bruchsal und der Vorsitzenden des Freundeskreises Angelika Thiele ebenfalls für Hilfe und Sponsoring.

Der gelungene Abend endete mit einem hebräischen Lied der Gäste aus Israel. Im Rahmen des Schüleraustausches fand auch eine bewegende Gedenkfeier auf dem jüdischen Friedhof auf dem Eichelberg statt, die an die Opfer des Holocaust erinnerte. Die deutschen Schüler des JKG verlasen Verse aus Psalm 22 des Alten Testaments und symbolhaft wurden sechs Kerzen entzündet, die an die sechs Millionen Opfer der Shoa erinnern sollten und eine siebte Kerze brannte als Mahnung an die heutige Generation. Anschließend zitierten die israelischen Schüler den Kaddisch, eines der wichtigsten Gebete im Judentum zum Totengedenken. Oberbürgermeister Bernd Doll sprach in seiner Rede von den 8500 jüdischen Mitbürgern in Baden zur Zeit des Dritten Reiches, von denen nur sehr wenige die Verfolgung überlebt haben. Er beendete seine Rede mit einem zweifachen Shalom, dem Friedensgruß in Israel. Weitere interessante Ausflüge und Erfahrungen stehen auf dem Programm des Austausches, so beispielsweise des Besuch des ehemaligen KZs Struthof und der Besuch des Europaparlaments in Straßburg.

Text: Bl (2008)


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