Kids Online | Justus-Knecht-Gymnasium Bruchsal

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Spuren im Netz

Workshops zur Nutzung sozialer Medien für die 7.Klassen

Medien

Wer sieht meine Daten und wie schütze ich sie richtig? Wie verdienen vermeintlich kostenlose soziale Netzwerke Geld? Auf was muss ich achten,wenn ich YouTube nutze? Um diese wichtigen Fragen kümmern sich Jugendliche eher wenig, wenn sie in sozialen Medien wie WhatsApp, Instagram oder Youtube unterwegs und miteinander vernetzt sind. Um den Schülern zu helfen, ihren Umgang mit den Medien zu reflektieren und sinnvolle wie verantwortungsbewusste Handlungsstrategien zu entwickeln, fand nun am Justus-Knecht-Gymnasium für alle 7. Klassen ein Workshop zu diesem Thema statt.

Die Organisatorin Oberstudienrätin Martina Kammerer fand hierzu Unterstützung von den Referenten Petra Fehse und Tobias Brauchler vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg und holte auch die Eltern in einem vorbereitenden Informationsabend mit ins Boot. Die Schüler gingen sehr gespannt in diesen ungewohnten Unterricht und erwiesen sich teilweise als echte Spezialisten und Experten auf diesem Gebiet. Mit einem Bildeinstieg wurde das bereits vorhandene Interesse in reflektierende Bahnen gelenkt und jeder Schüler äußerte sich dazu, was die sozialen Medien für ihn persönlich bedeuten – Spiel, Spaß, Kommunikation, Erholung, Information, aber womöglich auch Gefahr. Dahingehend wurden die Siebtklässler vom Referenten sensibilisiert mit Hinweisen auf Datenspeicherung, Product Placement, Werbung, Verdienstmöglichkeiten der Medien etc.

Die Schüler waren dann doch einigermaßen entsetzt, wie viel diese Netzwerke durch die Spuren, die jeder im Netz hinterlässt, über jeden Einzelnen wissen. Weitere Themen waren der Umgang mit illegalen Videos und Jugendschutz. Der Referent konnte die Schüler mit authentischen Beispielen von Fehlverhalten und den Konsequenzen stark beeindrucken. Es gab weiterhin konkrete Tipps und Informationen zum Schutz gegen Datenmissbrauch und das wichtige Thema des Cybermobbing wurde aufgegriffen und warnend erörtert. Insgesamt eine wichtige Veranstaltung im Rahmen der Medienerziehung mit hoffentlich nachhaltiger Wirkung beim künftigen Umgang der Jugendlichen mit den Medien.

Text: Bl (Oktober 2017)
Foto: T. Brauchler


Medienbildung am JKG

„Kids Online“-Infotag für Eltern und „Basiskurs Medienbildung“-Kompaktwoche für Fünftklässler

„Die Entwicklung unserer Gesellschaft zu einer Mediengesellschaft macht Medienbildung zu einem wichtigen Bestandteil allgemeiner Bildung.“ (Bildungsplan 2016)

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Das JKG geht auf diese Herausforderung schon seit einigen Jahren ein und lud am Samstag, dem 11.02.2017 die Eltern der Unter- und Mittelstufe zum vierten „Kids Online“-Infotag ins Schulhaus. Anschauliche Vorträge zum Beispiel zur Faszination von Computerspielen gaben ‚input‘, lebensnahe Workshops mit professionellen Referentinnen und Referenten wurden zu regem Austausch genutzt. Mit dem neuen Bildungsplan ist ein „Basiskurs Medienbildung“ für die Fünftklässler verpflichtend, der in der Folgewoche zum ersten Mal durchgeführt wurde. Neben praktischem Lernen am Computer beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler in der Kompaktwoche ebenfalls mit Themen wie Mediennutzungszeit und Cybermobbing, so dass in den Familien generationsübergreifend gut für Gesprächsstoff gesorgt war.

Auf den „Kids Online“-Tag stimmte nach herzlichen Willkommensworten von StD Jürgen Burkhardtsmaier der Eröffnungsvortrag „Alles nur Spiel?!“ ein. Der Sozialarbeiter Winfried Grüßinger stellte als USK-Sachverständiger verschiedene Computerspiel-Typen vor und schilderte anschaulich seine Erfahrungen aus Medienprojekten im Kinder- und Jugendhaus Oststadt. Er plädierte für Verständnis für die Spielenden, aber auch für verantwortungsbewussten Umgang mit der Faszination Computerspiel.

Nach kurzer Kaffeepause begannen die einzelnen Workshops. Der Bruchsaler Kinderarzt Dr. Bernhard Zehe informierte detailliert und durch aktuelle Studien belegt über Risiken übermäßigen Medienkonsums aus medizinischer Sicht, wie z.B. Haltungsschäden oder Konzentrationsstörungen. Im Workshop des Sozialpädagogen Stefan Baur gab es Anregungen und konkrete Hinweise, wie sinnvolle familiäre Regelungen für angemessenen Medienkonsum gefunden werden können.

Ein weiterer Workshop hatte ein ähnliches Ziel. Michael Noll, Leiter der JKG-Theater-AG, ging zusammen mit der Theater-erfahrenen Schülerin Celina Thuro jedoch einen ungewöhnlichen Weg: Die beiden stellten sich als Erprobungsfläche zur Verfügung und spielten eine typische familiäre Konfliktszene. Die Workshop-Teilnehmer konnten dann selbst eingreifen, dabei erproben, wie ihr Handeln die Szene veränderte und so wirkungsvollere Möglichkeiten zur Konfliktlösung finden. Die Medienpädagogin Eva Weiler gab in ihren Workshops zum einen Orientierungshilfen im inzwischen schier unübersichtlichen Terrain „Soziale Netzwerke“, zum anderen konkrete Tipps zur Smartphone-Nutzung, um Kosten- und rechtliche Fallen zu umgehen.

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Die Mittagspause bot in familiärer Atmosphäre Gelegenheit zu guten Gesprächen; dazu genoss man hausgemachte Köstlichkeiten vom reichhaltigen Buffet, das die Schülerinnen und Schüler der Amateurfunk-AG unter der Leitung von Barbara Umlauff und Jörg Hennig zusammen gestellt hatten.

Nach einer weiteren intensiven Workshop-Phase stellten Anne Doppelbauer und Matthias Ebert im Abschlussvortrag das Konzept vor, wie die Leitperspektive Medienbildung des neuen Bildungsplans konkret am JKG umgesetzt wird. Der Schwerpunkt liegt dabei weniger auf Vermittlung technischer Fertigkeiten als vor allem darauf, bei den Schülerinnen und Schülern ein Verständnis für einen verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien zu schaffen.

Die stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Nadine Baron-Urban bedankte sich herzlich im Namen der Elternschaft für die professionelle Organisation des Thementages. Der Schulleiter Hanspeter Gaal dankte abschließend allen Referentinnen und Referenten, ebenso der Sparkasse-Kraichgau-Stiftung sowie dem Freundeskreis, ohne deren großzügige Unterstützung ein solch vielfältiger Infotag nicht möglich gewesen wäre.

Text: Anne Doppelbauer (Februar 2017)
Foto: R. Sand, H. Eberhardt


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