Amateurfunk-AG | Justus-Knecht-Gymnasium Bruchsal

Amateurfunk-AG



Beschreibung der Amateurfunk-AG

Kooperation mit den Amateurfunkern des DARC-Ortsverbandes Bruchsal

Auch in diesem Jahr bietet die AG einen Kurs zum Bestehen der Klasse A Lizenzprüfung an. Die Lizenz ist die Voraussetzung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst, der die rund 3 Millionen Funkamateure weltweit verbindet. Da der Amateurfunkdienst den Bau und den Betrieb selbst entwickelter Geräte erlaubt und fördert, ist Teilnahme erst nach einem recht umfangreichen Sachkundenachweis zulässig. Im Rahmen des Kurses werden die Teilnehmer dazu in den Bereichen Technik, Betrieb und Gesetzeskunde unterrichtet. Begleitet wird der Kurs durch praktische Übungen, bei denen die Schüler Erfahrungen beim Selberbauen bzw. mit speziellen Ausbildungsrufzeichen am Funkgerät sammeln können. Der Kurs und die Prüfung werden zusammen mit einer Ausarbeitung als Seminarfach in der Kursstufe anerkannt.

Homepage der Amateurfunker (externer Link)

Amateurfunk 1
Amateurfunk 1

Text & Fotos: J. Hennig



Aller guten Dinge sind drei!

Amateurfunk-AG lässt Stratosphärenballon steigen

Stratosphärenballon-3

Das dachte sich die Amateurfunk AG am vergangenen Schulfest-Freitag und schickte ihren dritten Stratosphärenballon „Justus 3“ im Beisein vieler Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen um 11.20 Uhr in den strahlenden Sommerhimmel. Seine Mission bestand darin, einerseits die Nutzlast vom Gewicht her zu reduzieren, andererseits neue Techniken auf dem Weg zu unserem Satellitenprojekt zu erproben. Dazu waren eine Antenne, eine hochintegrierte Schaltung mit Platinenabmessungen von nur 3cm x 3,5cm samt Sensoren und GPS, eine kleine Kamera für Live-Bilder und eine unabhängige Kamera mit Fisheye-Objektiv plus Stromversorgung an Bord.

Der mit Helium gefüllte Spezialballon aus Latex platzte in knapp 34.000m (33.923m) Höhe. Die Nutzlast am Fallschirm landete nach gut 4 Stunden Flugzeit im Geäst eines Baumes an der Bahnlinie in Hösbach bei Aschaffenburg. Die Insassen der beiden Verfolgerautos konnten die Nutzlast nach einiger Anstrengung bergen und sicher ans JKG zurückbringen. Dort begann sofort die Auswertung der gesammelten Daten wie z.B. Flug- und Temperaturverlauf, Luftdruck, Steig- und Fallgeschwindigkeit. Und nach dem Sichten der Bilder aus der Stratosphäre stand schnell fest: Mission erfüllt!

„Justus 3“ lieferte wichtige Erkenntnis für das nächste Projekt der Funk-AG. Nach dem dritten Stratosphärenballon und dem Funkkontakt zur ISS im Juli 2016 soll ein Kleinsatellit ins Weltall geschossen werden, um auch Daten von außerhalb der Atmosphäre zu erfassen und auszuwerten.

Text: Jörg Hennig (DL9UL), Rolf Gerhardt (DG8AR) und Barbara Umlauff (DJ1BU)
Fotos: Die Bilder sind mit einem Fisheye-Objektiv aufgenommen worden (unten: aus 10 und 27 km Höhe)

Stratosphärenballon-2
Stratosphärenballon-1



MISSION ERFOLGREICH!

Funkkontakt zur Raumstation ISS geglückt

ISS

Begonnen hatte die Veranstaltung am 1. Juli 2016 anlässlich des Funkkontaktes mit der ISS in der Aula des Justus-Knecht-Gymnasiums noch ganz entspannt, trotz eines immensen Technikaufwandes und wochenlanger Vorbereitung, danach entwickelte es sich jedoch für alle Anwesenden und Beteiligten zu einem hoch dramatischen Ereignis. Zunächst gab es eine musikalische Einstimmung durch die Jazz-Combo des JKG, der Schulleiter OStD Hanspeter Gaal begrüßte Frau Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick sowie den Bürgermeister Swen Veigt aus Karlsdorf sowie viele Gäste und referierte noch einmal den Beginn des Projekts, das im Zusammenhang mit den Heimattagen 2015 gestartet worden war.

Die Mitglieder der ARISS-Funk-AG Fabian Groß, Lukas Kern und Tom Pickermann zeigten in einer Power-Point-Präsentation die Geschichte der Raumfahrt, während Lars Hübner und Alexander Grischancew die Amateurfunk-AG und ihre Projekte vorstellte und Sandra Schröder mit Nadine Gröbel Infos zur aktuellen Mannschaft der International Space Station lieferten. Danach erläuterte Jörg Hennig, wichtigster Kooperationspartner der Schüler vom Amateurfunkclub, witzig und anschaulich technische Details zu Geräten, Umlaufbahn sowie zeitlichem Ablauf und stimmte das Publikum – zahlreiche Mittel-und Oberstufenschüler – mit Plakaten wie „Applaus“ oder „Pssssst“ auf gewünschte Verhaltensweisen ein. Schließlich wuchs die Anspannung nach allen getroffenen Vorbereitungen gegen 10.30 Uhr ins Unermessliche und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit und vielfache Aufrufe des Schülers Alexander, bis sich der Astronaut und Kommandant der ISS Jeffrey N. Williams endlich meldete und die Fragen der Schüler nach z.B. Weltraumschrott, Maßnahmen beim Notfall, Temperaturunterschieden, Kalorienverbrauch und Freizeitbeschäftigung beantwortete.

Diese Antworten waren aus akustischen und sprachlichen Gründen schlecht zu verstehen, werden aber auf der Homepage der Schule nachzulesen sein. Leider war die Kamera auf der Station nicht eingeschaltet, so dass man den Astronauten nur hören, aber nicht sehen konnte. Der Funkkontakt dauerte ca.10 Minuten und nachdem sich Jeff verabschiedet und der Schule sowie allen Schülern noch alles Gute für die Zukunft gewünscht hatte, brach großer Jubel und Begeisterung aus und es gab viele Glückwünsche für das gelungene Abenteuer ISS. Hanspeter Gaal dankte den Unterstützern, der Bildungsstiftung, der Stadtverwaltung, der SEW, dem Freundeskreis und natürlich dem DARC-Ortsverein. Dessen Vorsitzender Alois Hirsch wiederum dankte ebenso wie die Schüler der Leiterin der Amateurfunk-AG Barbara Umlauff für ihren unermüdlichen Einsatz ebenso wie Jörg Hennig und Rolf Gerhard. Alle waren sich einig, dass dieses Mega-Event kaum noch zu toppen sein würde, aber Jörg Hennig versprach für die Zukunft noch weitere Überraschungen und viel Freude mit der Funk-AG der Schule, die weiteren Zulauf von jungen Nachwuchsfunkern verzeichnen kann. Damit stellt diese AG eine perfekte Ergänzung zum naturwissenschaftlichen Profil der Schule dar und für Technikfreaks eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Text: Cornelia Blümle (Juli 2016)
Foto oben: NASA
Fotos unten: Kow


Den Film zum Funkkontakt können Sie hier sehen:


Das Gespräch mit Jeffrey Williams können Sie hier in voller Länge nachverfolgen:

Berichte über den Funkkontakt sind / waren auf verschiedenen Fernsehsendern und anderen Medien zu finden:


Impressionen des Funkkontakts:



Ballonstart und Physikshow im Juni 2015

Start eines Stratosphärenballons auf dem Schulgelände des JKG

Stratosphärenballon 2015

Tag der Physik am Justus-Knecht-Gymnasium – dies umfasste den spektakulären Start eines Stratosphärenballons auf dem Schulgelände durch die ARISS-AG (Amateurfunker) der Schule und die Aufführung einer amüsanten Physikshow in der Aula. Der gelungene Ballonstart durch die Schüler zusammen mit den Amateurfunkern des DARC-Ortsverbandes Bruchsal entstand als Alternativprogramm für einen nicht zustande gekommenen Funkkontakt zur Raumstation ISS und war mit dem erfolgreichen Ergebnis weit mehr als nur ein Ersatz. Der Ballon flog bis zu 28000 Meter hoch und bis in den Odenwald weit, wo er platzte und der Sender wie geplant am Fallschirm zu Boden ging und von 2 Verfolgerfahrzeugen aufgespürt und geborgen wurde. Informationen zu diesem Projekt sind über das Filmmaterial von KraichgauTV (externer Link) zu sehen. Die Bilder und Daten werden nun ausgewertet, den gesamten Flug und Aufstieg konnten die Besucher in der Schule auf einer Leinwand mit verfolgen, sachkundig erklärt von der Leiterin der AG, Barbara Umlauff.

Damit die Zeit des Wartens nicht zu lang wurde, hatte die Fachschaft Physik das Komiker-Duo „Die Physikanten“ engagiert, das in einer lustigen Unterrichtsstunde mit Experimenten physikalische Gesetze veranschaulichte. Zuerst stimmte „Herr Müller“ das Publikum mit Auflockerungsübungen auf das Folgende ein, um dann mit dem Experten“ Professor Dr. Liebermann“ die Hebelgesetze oder die Fliehkraft zu demonstrieren und zu erläutern. Auch die Frage, woher der Strom kommt, wurde aufgegriffen und mittels einer Versuchsanordnung und unter tatkräftiger Mithilfe einiger Zuschauer – lustigerweise auch Physiklehrer – nachhaltig beantwortet. Wie schon zu Beginn angekündigt – interaktive Bühnenshow“ – wurde eine ganze Reihe von Zuschauern zum Mitmachen auf die Bühne „gebeten“ und ebenso wie Herr Müller selbst als Versuchskaninchen oder Demonstrationsobjekt verwendet, zum großen Vergnügen des nicht betroffenen Publikums.

Physikanten

Der Schulleiter, Oberstudiendirektor Hanspeter Gaal, wünschte sich öfter eine solch unterhaltsame Unterrichtsstunde und dankte den Sponsoren, dem Kooperationspartner SEW, für die Kostenübernahme für die Aufführung und der Dualen Hochschule Karlsruhe mit Professor Dr. Gerald Oberschmidt, die den Ballon bezahlt hatten. Das Event wurde von der Schülerfirma EMFU – Events Made For You – organisiert und auch für das leibliche Wohl mit Kaffee und Kuchen durch die Klasse 10 c war gesorgt. Somit war der Tag der Physik insgesamt – nicht zuletzt durch den Ballon – eine runde Sache.



Text: C. Blümle, Fotos: J. Hennig (oben) und H. Eberhardt (unten) (Juni 2015)


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17:00 Aufführung: Sophie und das Zaube... @ Aula des JKG
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